Galvano-Teleskopprothese

Teleskopprothesen zeichnen sich durch einen sicheren Halt und hohen Tragekomfort aus. Sie gehören in Deutschland zum Standardverfahren für Zahnersatz.

Im Gegensatz zu anderen Zahnprothesen werden Teleskopprothesen nicht durch Klammern etc. befestigt, sondern auf Pfeilerzähne aufgesetzt. Diese können bei Bedarf auch durch Implantate ersetzt werden, zum Beispiel bei zahnlosen Ober- oder Unterkiefern.

Der Innere Teil der Prothese (Primärteleskop) wird fest einzementiert. Die äußeren Kronen (Sekundärteleskop) sind an der herausnehmbaren Teilprothese befestigt. Der sichere Halt entsteht durch Haftreibung zwischen den beiden Teilen der Prothese.

Für die Fertigung müssen zunächst die Pfeilerzähne präpariert werden, um eine gemeinsame Einschubrichtung der Prothese zu gewährleisten. Auf einer nachmodellierten Gipsschablone wird nun

das Grundgerüst der Prothese durch Galvanisierung gefertigt. Die einzelnen Schichten aus Feingold werden in einem Goldbad aufgetragen und mit einer metallenen Schicht abgeschlossen. Mit einem Keramikwerkstoff wird die Konstruktion nun verblendet, wodurch sich die Teleskope unauffällig in die Zahnreihe eingliedern.

Das Sekundärteleskop wird nun direkt auf dem fertigen Primärteleskop modelliert und anschließend aus Metall gegossen. Nachdem die Teleskopteile fertig gestellt sind wird der Modellguss (Prothesenmetallgerüst) gefertigt. An diesen werden später die Sekundärteile geklebt. Es ist auch möglich, Sekundärteleskop und Gerüst an einem Stück zu gießen.

Jeder Arbeitsschritt erfordert neue Abformungen am Kiefer und Einprobungen am Patienten, die Fertigung einer Teleskopprothese ist daher vergleichsweise aufwändig und erfordert mehrere Behandlungssitzungen.